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EMV sollte als Projektaufgabe eingeplant werden

Natürlich ist ein funktionsfähiger Prototyp erst einmal ein wichtiger Meilenstein. Er belegt jedoch noch nicht, dass ein Gerät unter elektromagnetischen Einflüssen zuverlässig arbeitet oder andere Systeme ausreichend wenig stört. Leider werden diese Eigenschaften meistens erst in einer formalen EMV-Prüfung sichtbar. Zu diesem Zeitpunkt sind viele technische und organisatorische Entscheidungen aber bereits getroffen.

Späte Auffälligkeiten betreffen deshalb selten nur eine einzelne Leiterplatte. Änderungen können dabei Kabelwege, Gehäuse, Schnittstellen, Softwarestände, Zulieferteile und Fertigungsvorgaben erfassen. Daraus entstehen zusätzliche Entwicklungsschleifen. Bereits abgestimmte Anforderungen müssen dann erneut bewertet und eingeordnet werden. Das heißt, Prototypen, Werkzeuge oder Prüfaufbauten können Änderungen benötigen. Somit greift dieses technische Problem direkt in den Terminplan oder das Budget mit ein.

Eine belastbare EMV-Planung beginnt mit einer entsprechenden Beschreibung des Produkts und seiner Nutzung selbst. Dazu gehören zum Beispiel die vorgesehene Umgebung, relevante Betriebszustände, angeschlossenes Zubehör und die Funktionen, die während und nach einer Störeinwirkung erhalten bleiben müssen. Auch die anzuwendenden Normen und Akzeptanzkriterien müssen rechtzeitig feststehen.

Diese Grundlagen schaffen dann eine gemeinsame Arbeitsbasis für alle beteiligten Disziplinen. Die Systemarchitektur legt Schnittstellen und Energieflüsse fest. Die Mechanik beeinflusst Leitungsführung und Abschirmung. Elektronik und Software bestimmen Schaltzustände und Betriebsarten. Und Fertigung und Montage müssen das entwickelte Konzept reproduzierbar umsetzen.

EMV ist Teil der Gesamtentwicklung und keine isolierte Aufgabe am Ende des Projekts. EMV bereits im Konzept

Elektrische und elektronische Geräte dürfen im europäischen Binnenmarkt nur bereitgestellt und betrieben werden, wenn die wesentlichen Anforderungen der EMV-Richtlinie eingehalten werden. Die Bundesnetzagentur prüft Produkte stichprobenartig und kann bei Nichtkonformitäten Maßnahmen veranlassen. Die Konformitätsbewertung braucht nachvollziehbare technische Entscheidungen und natürlich Nachweise.

Simulationen, entwicklungsbegleitende Messungen und Pre-Compliance-Prüfungen können in diesen Prozessen Hinweise liefern, bevor ein Produkt in die formale Prüfung geht. Sie ersetzen aber keine abschließende Konformitätsbewertung, helfen jedoch dabei, Annahmen zu überprüfen, kritische Betriebszustände einzugrenzen und technische Entscheidungen früher abzusichern.

Eine Auffälligkeit während der Konzept- oder Entwicklungsphase lässt sich mit mehr Freiheitsgraden bearbeiten als kurz vor Freigabe und Serienanlauf. Die Maßnahmen können dann fachlich bewertet und mit den betroffenen Disziplinen abgestimmt werden. Das reduziert die Gefahr, unter Zeitdruck lediglich Symptome zu korrigieren.

Am 17. September 2026 sprechen Joachim Schütz und ich beim Treffpunkt Medizintechnik in Frankfurt am Main über „EMV-Risiken früh im Griff – Mit Simulation und Expertise zur sicheren Produktentwicklung“. Der Vortrag zeigt Ihnen, an welchen Stellen EMV-Risiken im Projektverlauf entstehen und welche Maßnahmen in den jeweiligen Entwicklungsphasen sinnvoll sind. Konkrete Projektkonstellationen machen Ihnen sichtbar, weshalb Planung, Simulation und die praktische Prüfung betrachtet werden müssen.

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Simulation -
Nachhaltigkeit in der Produktentwicklung – Teil 1

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Gerätetechnik

Wenn es darum geht, innovative Lösungen in der Gerätetechnik zu schaffen, können Sie sich auf die Expertise von B&W verlassen. Wir bieten umfassende Leistungen in verschiedenen Bereichen und sind spezialisiert auf die Entwicklung von Mechanik, Elektronik und Software für technische Geräte. Darüber hinaus übernehmen wir die professionelle Planung und Durchführung von Tests, um die Sicherheit, Funktionalität und Zuverlässigkeit unserer Produkte sicherzustellen.

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