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Akkutechnologie für die kabellose Baustelle

Kabelgewirr adé!

Auf modernen Baustellen sind kabelgebundene Werkzeuge inzwischen zunehmend die Ausnahme. Kabellose Akku-Geräte erobern den Arbeitsalltag. Insbesondere in Form leistungsstarker 18-Volt-Systeme. In diesem Beitrag schauen wir uns an, warum gerade 18-V-Akkus zum Standard avancieren, welche technischen Fortschritte (von neuen Zelltechnologien bis zu Turbo-Ladezeiten) dahinterstecken und was das strategisch für Hersteller und Anwender bedeutet. Außerdem zeigen wir auf, wie B&W als Ihr Entwicklungspartner für Akkus, Ladetechnik, Thermomanagement und Integration Mehrwert bieten kann.

In den letzten Jahren hat sich ein deutlicher Trend abgezeichnet: Die meisten Hersteller setzen auf 18-V-Akkus als Herzstück ihrer kabellosen Plattformen. Der Grund: Moderne 18-Volt-Technologie erreicht heute eine Leistung, für die man früher 36 Volt oder mehr brauchte (​handwerksblatt.de).

Namhafte Hersteller erhöhen dafür vor allem den möglichen Stromfluss, statt einfach die Spannung zu steigern. So bleiben Akkus untereinander kompatibel und liefern mit 18V die Power, die andere nur mit 40V erreichen. Der Vorteil für uns alle sind ein geringeres Gewicht und kompaktere Geräte, da ein niedrigeres Spannungsniveau kleinere Bauformen erlaubt. Es geht eben nicht um die Volt-Zahl an sich, sondern um das optimale Zusammenspiel aller Komponenten.

Das Ergebnis merkt man auf der Baustelle deutlich. Akkugeräte haben leistungsmäßig aufgeholt! Viele kabellose Profi-Werkzeuge erreichen inzwischen die Power ihrer kabelgebundenen 2000-Watt-Pendants und können sogar kurzzeitig darüber hinausgehen​. Gleichzeitig bieten sie die Bewegungsfreiheit, die nur Akkus ermöglichen – keine Stolperfallen durch Kabel, kein Steckdosenwechsel​. Ein 18-Volt-Bohrhammer oder -Winkelschleifer von heute ist also nicht mehr der Kompromiss früherer Tage, sondern oft ein vollwertiger Ersatz fürs Netzgerät. So arbeiten Handwerker inzwischen einen ganzen Tag mit 18-V-Geräten – ohne lästige Unterbrechungen und mit voller Leistung.

Viele Unternehmen kooperieren in herstellerübergreifenden Akku-Allianzen, damit ein Akku in Maschinen verschiedener Marken passt. Ein Beispiel ist die Allianz AmpShare (initiiert von Bosch) oder das Cordless Alliance System (CAS) von Metabo und Partnern. Für Anwender bedeutet das Flexibilität und handfeste Vorteile bei Kosten und Handhabung. Würde jeder Hersteller auf ein eigenes Akkusystem setzen, würde das den Arbeitsalltag verkomplizieren und verteuern​.

Dank gemeinsamer Akku-Plattformen hingegen sind Akkus und Geräte vieler Anbieter kompatibel. Man muss nicht für jedes neue Werkzeug gleich wieder Akkus und Ladegeräte anschaffen​. Das spart Zeit, Platz und Geld im Betrieb. Unsere Branche hat es verstanden: Standardisierung auf 18 V und Zusammenarbeit bei Akku-Systemen erhöhen die Akzeptanz und machen die kabellose Baustelle wirtschaftlich attraktiv.

Neue Zelltechnologien sorgen für immer höhere Leistungsdichten und effizientere Akkus. Ein beeindruckendes Beispiel lieferte Bosch Ende 2023: Als weltweit Erster setzten sie das sogenannte Tabless-Design bei 18-V-Akku-Zellen ein​. Dabei entfällt das klassische Anschlussbändchen („Tab“) in der Zelle; der Strom fließt stattdessen über zahlreiche Verbindungsstellen gleichzeitig. Das senkt den Innenwiderstand jeder Zelle um rund 50 %​. Die Folge ist deutlich weniger Hitzeentwicklung unter Last und damit nutzbare Mehrleistung. Tatsächlich erreicht der neue Akku damit bis zu 71 % längere Laufzeit bei gleicher Kapazität​! Wir Entwickler sprechen hier von Thermomanagement auf Zellebene. Weniger innerer Widerstand bedeutet weniger Wärme und Abschaltung, der Akku kann seine Energie voll entfalten.

Parallel dazu machen Ladegeräte große Sprünge. Schnelllade-Technik ist „the key“, um kabellose Geräte ohne große Pausen einsatzfähig zu halten. Moderne Lithium-Ionen-Akkus können mit dem richtigen Ladesystem in Minutenbruchteilen genügend Energie aufnehmen, um weiterzuarbeiten​. Es gibt bei unseren Kunden inzwischen Akkus, die sich in nur ca. 35 Minuten wieder auf 80 % laden – doppelt so schnell wie die vorige Generation. Bei kleineren Akkus sind entsprechend noch kürzere Ladezeiten erreichbar. 80 % in 12 Minuten. Wer zwei Akkupacks im Wechsel nutzt, kann quasi ohne Unterbrechung durcharbeiten, weil einer geladen ist, bevor der andere schlappmacht.

Natürlich geht es nicht nur um Speed, sondern auch um Lebensdauer und Sicherheit. Schnellladung und hohe Ströme stellen hohe Anforderungen an die Akku-Bauweise. Hier kommen fortschrittliche Batterie-Management-Systeme und Kühlkonzepte ins Spiel: Elektronik überwacht die Zellen, verhindert Überhitzung und balanciert die Ladung optimal. Viele Akkus haben etwa eingebaute Sensoren und ausgeklügelte Lüftungs- oder Kühlkörper (CoolPack ist ein bekannter Begriff) zur Wärmeableitung. So wird die Lebensdauer maximiert, trotz immer höherer Leistungsanforderungen​.

„Mehr Power, längere Laufzeiten, schnellere Ladezyklen.“

Für Entwickler und Hersteller heißt das aber auch, sie müssen up to date bleiben, um konkurrenzfähig zu sein. Denn die Nutzer erwarten zu Recht, dass ein kabelloses Profi-Werkzeug heute nicht mehr durch schwache Akkus oder ewiges Laden ausgebremst wird.

Für Hersteller bedeuten vereinheitlichte Akku-Plattformen Skaleneffekte: Anstatt X verschiedene Akku- und Ladesysteme entwickeln und produzieren zu müssen, konzentriert man sich auf eine Kernplattform (wie geschrieben, meist 18V) und rüstet verschiedene Geräte darauf aus. Das spart Entwicklungszeit und -kosten und vereinfacht Service und Logistik. Zudem fördert es die Kundenbindung – hat sich ein Kunde einmal für sein Akkusystem entschieden, kauft er bevorzugt Geräte, die damit kompatibel sind​. Umso wichtiger ist es für Anbieter, bei diesem Trend nicht abgehängt zu werden.

Auch die globale Marktentwicklung übt Druck aus, denn die Preise für Lithium-Ionen-Akkus sind 2024 weltweit auf ein Rekordtief gefallen (durchschnittlich etwa 115 $/kWh) ​(Quelle: Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) / IWR.de GmbH: windbranche.de) Einerseits werden Akkus damit preiswerter in der Anschaffung – gut für die Ausstattung der Baustellen. Andererseits geraten die Margen der Batteriehersteller unter Druck​. Innovationen und smarte Integration sind also doppelt wichtig. Sie ermöglichen es, sich vom Wettbewerb abzusetzen, und helfen, Kosten zu senken (etwa durch effizientere Fertigung oder langlebigere Produkte, die Gewährleistungskosten reduzieren).

„Akkutechnologie ist strategisch entscheidend. Sie beeinflusst direkt die Wettbewerbsfähigkeit in Form von Produktivitätsgewinnen, Kundenzufriedenheit und Kostenstrukturen.“

Bei all den technischen Möglichkeiten kann die Umsetzung für einzelne Unternehmen eine Herausforderung sein. Flexibilität ist dabei unser zentraler Wert: Unsere Kunden und Partner bekommen genau die Power, die sie brauchen, clever integriert und zukunftsorientiert.

  • Wir entwickeln Akkupacks und Ladegeräte, abgestimmt auf Ihre Anforderungen. Ob Sie ein bestehendes 18-V-Ökosystem integrieren oder ein eigenes System aufbauen wollen – wir finden die optimale Lösung, von der Zellchemie über die Elektronik bis zum Gehäusedesign.
  • Leistungsfähige Akkus arbeiten nah an physikalischen Grenzen. Wir sorgen dafür, dass Hitze und Belastung im Griff bleiben. Durch Simulation und Tests (z. B. Wärmeverteilung, Kurzschlussfestigkeit) stellen wir sicher, dass maximale Performance ohne Kompromisse bei Sicherheit und Lebensdauer erreicht wird. Die zentrale Frage ist stets: Wie holen wir das meiste aus dem Akku heraus, ohne seine Lebenszeit zu opfern? Und wir liefern die Antworten in Form von durchdachtem Engineering.
  • Ein Akkusystem ist nur so gut wie seine Einbindung ins Gesamtprodukt. Wir übernehmen das mechanische und elektrische Integrationsdesign. Vom passgenauen Einbau des Akkupacks ins Gerät bis zur Schnittstelle für Datenaustausch (Stichwort vernetzte Produkte). Wir kümmern uns auch um Normen und Zulassungen, damit Ihr Akku-Gerät alle Vorschriften erfüllt. Kurz: Ihre Projekte kommen mit einem „Klick“ weiter, nämlich dem Klick, mit dem der Akku im Gerät. Diese scheinbare Selbstverständlichkeit erfordert viel Know-how im Hintergrund, und genau da stehen wir Ihnen zur Seite.

Wir hören zu, fragen nach und entwickeln dann im engen Schulterschluss mit Ihrem Team. Wir passen uns an Ihre Prozesse an. Ob Beratung in einer frühen Konzeptphase, Übernahme von Entwicklungspaketen oder gemeinsames Troubleshooting im laufenden Projekt: Die Unterstützung ist so modular, wie Sie es brauchen. Sie müssen nicht alles selbst vorhalten, sondern können auf unser gebündeltes Wissen zugreifen, wann und wie es Sinn ergibt. So verwandeln wir gemeinsam technische Herausforderungen in greifbare Erfolge.

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Gerätetechnik

Wenn es darum geht, innovative Lösungen in der Gerätetechnik zu schaffen, können Sie sich auf die Expertise von B&W verlassen. Wir bieten umfassende Leistungen in verschiedenen Bereichen und sind spezialisiert auf die Entwicklung von Mechanik, Elektronik und Software für technische Geräte. Darüber hinaus übernehmen wir die professionelle Planung und Durchführung von Tests, um die Sicherheit, Funktionalität und Zuverlässigkeit unserer Produkte sicherzustellen.

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