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Ein Update aus Indien

Als wir im letzten Beitrag unsere neue Tochterfirma InnoIQ in Pune vorgestellt haben, ging es um eine klare Richtung! Wir bündeln Kompetenzen, bauen Kapazität auf und bringen, mit Qualität und Verantwortung, Entwicklungsleistung näher an unsere Kunden-

Wir können ein Update geben, das genau zeigt, warum wir diesen Schritt gegangen sind, denn in Pune wird längst gearbeitet. Konkret. An Produkten, die für den indischen Markt gedacht sind und dort unter realen Bedingungen funktionieren müssen.

PORTABLE DIAGNOSTIK

Für einen indischen Kunden entwickeln wir derzeit drei zentrale Bausteine:

  • ein CGM-System für kontinuierliche Glukosemessung
  • ein Blutdruckmessgerät
  • ein Vitalparameter-System

Die Kombination dieser drei Tasks ist kein zufälliges Set an Einzelgeräten. Der Gedanke dahinter ist ein „Basis-Toolkit“ für moderne, portable Diagnostik mit einer Vision: Messung im Alltag, Datenübertragung, Auswertung – durch Algorithmen, Ärztinnen und Ärzte – und eine direkte Rückmeldung an den Menschen, der gerade unsicher ist, ob er wirklich medizinische Hilfe braucht.

Das klingt nach Telemedizin? Das trifft es, um ehrlich zu sein, nur teilweise. Im Kern geht es um etwas sehr Praktisches. Menschen sollen nämlich schneller Klarheit bekommen! Die Gesundheitssysteme sollen damit entlastet werden, weil unnötige Wege und Termine sinken, ohne dabei die Sicherheit zu gefährden.

Indien ist kein Markt, in dem man bestehende Medizintechnik einfach „ausrollt“. Dort gelten andere Rahmenbedingungen, die viele Annahmen aus Europa direkt prüfen:

  • schwankende Stromversorgung
  • hohe Temperaturen und Luftfeuchte
  • Staub, Vibration, Transportbelastungen
  • begrenzte Wartungs- und Service-Infrastruktur
  • Anwenderinnen und Anwender mit sehr unterschiedlichen Vorkenntnissen

Wenn ein Gerät dort stabil läuft, ist das ein technisches Statement. Wir sprechen von Geräten, die dann robust, verständlich, wartungsarm – und konstruktiv sauber gedacht sind. Da finden wir uns wieder, das passt zu unserem generellen Anspruch.

„Damit wird Made in India zu einer Anforderung.“

Im Projekt spüren wir sehr deutlich, dass der Markt Produkte will, die in Indien entwickelt und produziert werden. Das ist Wunsch und Erwartung zugleich. In der Praxis entsteht daraus – vor allem in der Beschaffung – eine echte Entwicklungsaufgabe. Für bestimmte Spezialbauteile gibt es in Indien nur wenige Lieferanten, manches ist lokal kaum verfügbar. Das führt zu Mehraufwand, zu Designentscheidungen und zu sehr direkten Gesprächen mit Lieferanten und Kunden. Dann zeigt sich, ob ein Team wirklich systemisch denkt; Anforderungen, Verfügbarkeit, Kosten, Qualität, Risiko, alles hängt zusammen.

In Pune arbeitet ein kompaktes, hochspezialisiertes Team aus Elektronik, Software, App-Entwicklung, Mechanik sowie System-/Requirement-Engineering, Risikomanagement und Projektleitung.

Wichtig dabei ist, dass die operative Entwicklung auch direkt in Pune stattfindet. Wir schaffen die Rahmenbedingungen und beraten gezielt bei normativen und medizintechnischen Fragen. Das ist exakt die Linie, die wir von Anfang an vertreten haben! Keine Verlagerung um jeden Preis, kein reines Abarbeiten. Sondern klare Verantwortung, klare Qualität, klare Rollen, verbunden durch gemeinsame Standards.

Der Kunde kam übrigens über ein Unternehmen aus dem regulatorischen Umfeld zu uns. Vertrauen entsteht dann, wenn mehrere Dinge zusammenpassen – Engineering-Kultur, Erfahrung in regulierten Märkten und die Fähigkeit, Entwicklungszyklen so zu strukturieren, dass Systeme zügig serienreif werden. Gerade in Medizintechnik zählt doch am Ende, was im Feld funktioniert. Und was sauber dokumentiert und nachvollziehbar entwickelt wurde.

Diese drei Produkte sind ein Startpunkt. Weitere sollen als Teil eines wachsenden Baukastens folgen. Bei diesem Baukasten sprechen wir davon, Diagnostik und Datennutzung zusammenzubringen.

Unser Ziel, indische Produkte für indische Kunden und Patientinnen und Patienten zu entwickeln, bleibt dabei konstant. Mit Teams, die den Markt verstehen. Mit Entwicklung, die unter realen Bedingungen trägt. Mit einem Qualitätsanspruch, der aus unserer DNA kommt.

Wir melden uns mit dem nächsten Update, sobald die nächsten Meilensteine stehen.

Welche Rolle spielen Second-Life-Batterien in unserer zukünftigen Produktstrategie?

Autor:

Business Development

Wenn Projekte ganzheitliche Expertise erfordern, ist B&W Ihr One-Stop-Shop. Von der ersten Idee über Mechanik, Elektronik und Software bis zum abschließenden Test – wir decken den kompletten Entwicklungszyklus ab. Verlassen Sie sich auf uns als Ihren Rundum-Sorglos-Dienstleister.

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